Zweiter Vollmond im Sommer des Jahres 1095 nach dem ersten Großen Krieg:
„Es ist immer seltsam sich selbst zu erklären, aber ich versuche es mal. Wir Menschen sind eigentlich ganz normal, wenn es so etwas überhaupt gibt. Vielleicht fange ich erst einmal mit unserer Verbreitung an. Nach dem zweiten Großen Krieg siedelten wir uns oberhalb und unterhalb der Sperrzone an. Ich meine, dass die Menschen mit Abstand das größte Gebiet von Pascua besiedeln und somit ist es auch nicht verwunderlich, dass wir auch die bevölkerungsstärkste Gruppe der Hüterstämme bilden. Ich kann euch natürlich nur von den Menschen berichten, die sich im Schwarzreich aufhalten. Was die Weißen betrifft, bin ich mir sicher, noch keinen getroffen zu haben. Die Schwarzen sind von heller Hautfarbe und unterscheiden sich sowohl in Körpergröße, Haarfarbe, Augenfarbe und vor allem in ihrer Kleidung und ihrem Charakter. Obwohl sich in meiner Taverne eher die Halunken treffen, habe ich durchaus schon den ein oder anderen Adeligen oder Bischof getroffen. Meist steckt aber unter der Oberfläche der prunkvollen Kleidung und dem hochnäsigen Auftreten ein Mensch, der von einem meiner Stammkunden nicht zu unterscheiden wäre. Wo Glaube, Traditionen und vielerlei Machtstrukturen herrschen, lauern eben auch Korruption und Missbrauch. Nichtsdestotrotz halten vielleicht genau diese Strukturen unser geliebtes Schwarzreich zusammen. Die Menschen scheuen alle anderen Hüterstämme und außerhalb meiner Taverne kommt es immer wieder zu Feindseligkeiten. Andererseits kenne ich bei keinem anderen Hüterstamm so einen starken Glauben und das Kloster und der Orden sprühen förmlich von Gutmütigkeit, was auch immer wieder andere ansteckt. Vieles gäbe es noch über die Menschen zu berichten, aber vorerst sollte das für einen groben Überblick reichen.“